Die Alltags-Blogs

Schön dass Du hierher gefunden hast! Auf diesen Seiten findest du Tipps, Hintergrundwissen und kleine Anleitungen die Dich und Deinen Hund in eurem Alltag begleiten und eine kleine Hilfe bieten um geschmeidig den Alltag zu meistern.

Der Name dazu ist LeQuotiChien, er besteht aus den französischen Wörtern le, der, quotidien, Alltag, und chien, Hund, und wird ausgesprochen wie quotidien, nur eben mit sch-Laut in der Mitte. Der Name ist der Oberbegriff der alles zusammenfasst, das Haushunde fit für den Alltag und psychisch widerstandsfähig macht: Das sind insbesondere Positive Psychologie, Empowerment-Training, Applied Behaviour Analysis und Erkenntnisse allgemein aus der Biologie und Psychologie

Mehr Ideen, wie ihr eurem vierbeinigen Kumpel einiges an Abwechslung in Alltag bringen könnt, findet ihr bei Spass mit Hund

Verhaltenswege Ways of Behaviour – Du stehst vor einem Verhalten und denkst aus irgendeinem Grund darüber nach was du damit machen kannst. Bevor du es kompliziert machst, es gibt nur drei Möglichkeiten die wir haben, egal in welchem Bereich du bist; sei es therapeutisch, pädagogisch, oder Training. Den Anfang zu machen bei der Entscheidung welchen dieser Hebel du ziehst kann es einfacher und übersichtlich machen. Obwohl es mehrere Schichten gibt, aus denen das gemacht ist was Verhalten genannt wird, bei denen du anfangen kannst - zum Beispiel der Körper, oder die Umwelt, führen sie alle zu den drei Ergebnissen die auf dem Poster dargestellt werden. Also beginne damit wo das Verhalten hingehen soll. You are standing in front of a behaviour and you are musing about what you could possibly do with it. Before you …

Erste Schritte – Der Hund macht was er nicht tun soll, der Garten wird umgegraben, Nachbar's Hund angebellt, das Essen von Tisch geklaut, die Welt steht Kopf? Ein weiterer Artikel zum Alltagstraining. Neben Trainingsprojekten und Grundlagen schaffen für gutes Verhalten gilt es, dass die Situation nicht verschlechtert. Darum geht es in diesem Beitrag. Dafür ist es wichtig, den Hund genau zu beoachten, herauszufinden, wann das Verhalten auftritt und wann nicht, welche Faktoren eine Rolle spielen. Dann teilt man seine Beobachtung auf ... Das Beste ist es, dass das unerwünschte Verhalten nicht auftritt. Wenn der Hund nicht ins Blumenbeet gelangen kann, kann er dort nicht die Blumen ausgraben. Und wenn der Hund nicht zum Briefträger kommt, kann er diesen auch nicht in die Beine beissen. Wenn die Küchentüre geschlossen ist, kann der Hund nicht rein …

Antigiftköder Training – Auch einen Staubsauger als Hund? Man kann mit dem Hund daran arbeiten, dass er nicht alles aufsaugt. So schwierig ist das nicht. Der Fachbegriff nennt sich Omission Training, oder auch Differential Reinforcement of Other Behaviour. Klingt kompliziert, ist es nicht. Es meint, dass alles was nicht das unerwünschte Verhalten ist, verstärkt wird. Wichtig dabei ist zu verstehen, dass der Verstärker, also der Lohn für das andere Verhalten, hoch genug ist. Bekommt der Hund weniger für das andere, erwünschte Verhalten, dann lohnt es sich nicht für ihn. Alternatives Verhalten muss daher anbieten: in weniger Zeit, leichter an bessere Belohnung, genauer: Mit weniger Mühe was viel besseres bekommen. Dann hat man gute Chancen dass das neue Verhalten sich durchsetzt. Ich habe bereits Artikel zu den Grundlagen und der Struktur geschrieben - lest euch doch …

Positive Psychologie – Das Leben hält immer wieder Stressoren bereit. Diese gehören zum Leben dazu. Man kann aber sich und seinem Hund das Leben angenehmer gestalten und Strategien finden, mit Stress und Stressoren umzugehen, oder gewisse Stressoren abzumildern oder gar zu vermeiden. Dies ist das Gebiet der Positive Psychology, die sich der Frage widmet: was stärkt das psychische Immunsystem und macht widerstandsfähiger. Ein weiterer Artikel zu Alltagstraining. Eine nützliche Einteilung der Gebiete wo man ansetzen kann ist: Positive Emotionen schaffen; Positives Umfeld schaffen; Stärken fördern. So bekommt man etwas Struktur und kann gezielt Lösungen suchen und einbauen. Positives Umfeld schaffen Alles was an seinem persönlichen Umfeld umgestaltet werden kann, um positive Momente zu fördern, sollte optimiert werden. So kann man Stress vermeiden. Zum Beispiel Positive Emotionen fördern Ein gutes, inneres Gefühl schaffen, sodass ein ausgeglichener, zufriedener …

Im Alltag bestehen ... ein zweiter Teil – Wie man im Alltag bestehen bestehen kann, dazu gibt es mittlerweile hier einige Beiträge. in einem ersten Beitrag zum Alltagstraining werden Grundlagen gezeigt, die einem helfen. Hier nun ein zweiter Teil der daran anknüpft. Dies fragte ich mich schon öfters. Was wir von ihnen wollen, können Hunde schon - und was sie nicht können, werden diese auch nie lernen. Eine starke Aussage. Hunde können Unsere Aufgabe ist es nur, dass wenn wir es auf Signal sehen wollen, dies dem Hund verständlich zu machen. Und genau darum geht es hier. Üblicherweise werden als Signale gerne genutzt Sitz, Platz, Fuss, Revier, Voran, Apport, .. und dem Hund wird den lieben Tag lang gesagt, was er zu tun hat. Wir können aber auch Umweltsignale nehmen. Ja wirklich! Warten vor der Frittenbude Wir können vor einer Imbissbude in …

Verhalten unterbrechen... – ...und dabei nicht den Hund vermöbeln, oder negativ nachhaltig auf ihn einwirken. Nicht leicht. Man kann sich beim besten Willen nicht-nicht verhalten. Irgendwas tut man immer. Auch ein Hund. Und dennoch: Es gibt Momente, da wäre es nützlich, wenn man den Hund in dem unterbrechen kann,🍗 was er gerade tut. Und da Mensch auch sich nicht-nicht verhalten kann, bekommt er mit dem Abbruchsignal selber ein alternatives Verhalten an die Hand und braucht so nicht mehr pampig zum Hund werden. Ein weiterer Artikel zum Alltagstrainig Die Grundlagen finden sich in der operanten Konditionierung - aber auch der klassische Konditionierung, also wie es dem Hund gefühlt dabei geht, spielt eine Rolle. Der Aufbau ist denkbar einfach. Ja wirklich. Man ni🍗mmt etwas Leckerchen in beide Hände, ballt diese zu Fäusten und bietet dem Hund davon an (selbstverständlich müsst …

Signale für den Alltag – Unter den Titeln von Positiver Psychologie und Alltagstraining habe ich darauf hingewiesen, dass man einem Hund beibringen kann, von sich aus erwünschte und der Situation angepasste Verhaltensweisen zu zeigen. Es gibt dennoch Signale, die den Alltag erleichtern können. Hier möchte ich ein paar erwähnen. Ankündigen, wenn der Hund an der Leine ist, oder nicht. An der Leine gehen ist für einen Hund nicht das leichteste. Zum einen wollen wir Menschen, dass der Hund nicht an der Leine zieht und uns einen Teil seiner Aufmerksamkeit schenkt - doch wir wollen auch, dass der Hund in seine Welt eintauchen kann, den Gerüchen, Geräuschen und den optischen Dingen sich widmen kann. Das ist ganz schön herausfordernd. Man kann es dem Hund leichter machen wenn man ein Signal immer dann gibt wenn er kurz davor ist an die Leine zu …

Hunde an der Leine – Es gehört zum täglichen Bild eines Hundehaltenden, dass sein Hund an der Leine ist. Solange sich nichts grundlegendes ändert, wird man sich als Hundehalter mit der Hundeleine zu arrangieren haben. Ein weiterer Artikel zu Alltagstraining Grundidee hinter der Leine mag die Vorstellung des unberechbaren, wilden Tieres sein, das es zu bändigen gilt. Vielleicht mag das bis zu einem gewissen Punkt stimmen. Menschliche Siedlungen wurden für Menschen gebaut und selbst Menschennachwuchs muss mühselig erklärt werden, wie man sich in diesem Kontext verhält (zB dass man nicht auf Autobahnen zu Fuss unterwegs ist). Die Leine kann als doppelter Boden gesehen werden, der es im letzten Moment verhindert, dass es zu Schwierigkeitne kommt, zB zwei Hunde sich prügeln, oder das Hörnchen vom Hund gejagt wird. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die Kommunikation mit dem Hund nicht zu kurz kommt …

Abruf – Dass der Hund kommt, wenn man ihn ruft, wird oft gefordert, und macht gewissen Sinn, bedenkt man die oft beengten Lebensräume von Menschen in Städten, aber auch Dörfern. Ein weiterer Artikel zum Alltagstraining Grundlage und erster Schritt Die Grundlage ist denkbar einfach: Klassische Konditionierung. Das mag nun befremden, ist aber der Fachbegriff dessen, was lerntheoretisch zu Grunde liegt. Beziehungstheoretisch könnte man sagen, dass die Grundlage in einer guten Beziehung oder Bindung von Hund und Mensch ist. Der Grund ist denkbar einfach: Hunde sind nicht doof, und kommen vorallem dann schnell und gerne zurück, wenn sie sich wohl, geborgen und gut fühlen an dem Ort. Fürchtet sich der Hund, oder fühlt sich anderweitig nicht wohl, wird er nicht, oder nur zögernd zurück kommen. Psychoanalytisch ist dies die ödipale Phase, in welcher das Dritte, Neue eingeführt wird und die Zweierbeziehung …

Wenn der Besuch klingelt – Wenn Besuch vor der Türe steht, ob Briefträger, Nachbar, oder geladene Gäste, macht manch ein Hund ein Feuerwerk auf. Hier nun ein weiterer Artikel zum Alltagstraining. Will man dem Hund beibringen sich zurückhaltender an der Türe zu verhalten, ist seine innere Gestimmtheit (in der klassichen Ethologie auch Handlungsbereitschaft genannt) zu verändern. Die Arbeit an der Tür mit dem Hund ist ein Trainingsprojekt, bei dem sowohl die klassische Konditionierung als auch die operante Konditionierung wichtig sind für den Erfolg. Im ersten Schritt geht es darum, die Situation so einzurichten, dass der Hund in eine Grundstimmung gerät, in der es wahrscheinlich ist dass er erwünschtes Verhalten zeigt. Ein Hund der fiept und springt ist deutlich zu erregt. Hier ist die Beobachtung der Besitzer gefragt, um zu wissen ob der Hund in der Situation aufnahmebereit ist, ohne zu aufgeregt zu sein. Dazu …

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Du sollst das nicht Essen – Auch einen Staubsauger bekommen statt den versprochenen Hund? Hier geht es weiter mit dem Artikel zu Trainingsprojekten Man kann tatsächlich den Staubsauger dazu bekommen, nicht alles internalisieren, was vor die Nasenlöcher und den Mund kommt; ich sollte allerdings darauf hinweisen, dass es etwas Arbeit und Zeit erfordert. Zudem durften nicht alle Menschen in einem buddhistischen Kloster aufwachsen und lernen, eine Fliege über Stunden auf der Nase zu dulden, ohne diese totzuschlagen. Will heissen: Man kann einfach auch genervt sein über den Hund, den man doch liebt. Fokus hier ist auf der Operanten Konditionierung . Der erste Schritt besteht darin, über Management es zu verhindern, dass Hund was aufessen kann, damit er es nicht weiter übt. Das ist durchaus herausfordernd und kann auch bedeuten, dass der Hund erstmal an einer 2-4 Meter langen Leine geführt wird. Es erfordert also, sich Gedanken …

Schnüffeln leicht gemacht – Hier nun die Fortsetzung des Artikels zu Trainingsprojekte . Diesmal geht es um Schnüffelspass. Nasenarbeit bietet den Vorteil, dass es den Hund bei seiner Veranlagung als Nasentier abholt, bei gut dosierbarer körperlicher Belastung den Geist des Hundes gut auslastet, und sich diverse Möglichkeiten bieten - man kann Gegenstände absuchen, Räume, Fahrzeuge, drinnen suchen, oder draussen. Die Basisausbildung des Schnüffelns hat der Hund ja schon. Er nutzt es jeden Tag. Nun geht es darum, dem Hund zu vermitteln, was wir Menschen wollen dass er sucht. Das bedeutet, die Basisausbildung beim Schnüffeln liegt in der Klassichen Konditionierung . Geeignet sind alle Verstärker, die den Hund belohnen können und für die optimale Motivation sorgen, aber den Hund nicht zu sehr aufdrehen, damit er noch konzentriert suchen kann. Das kann das Plüschtier sein das der Hund mag, oder Futter. Ich habe eine kleine Box (zB …

Schnüffeln 2 – Es geht weiter. Dies ist die Fortsetzung des ersten Teil zur Nasenarbeit beim Hund. In diesem Artikel geht es um die Objekte, das Startsignal und den Aufbau. Die Grundstruktur der Nasenarbeit ist immer vergleichbar, egal ob ein Hund einen Menschen sucht, oder seinen Ball. Die folgende Skizze verdeutlicht, dass auf ein Startsignal hin der Hund sein Suchverhalten zeigt, wenn er auf das Objekt stösst sein Anzeigeverhalten abruft um dann dafür verstärkt zu werden. Die Frage, die sich nun stellt, ist, was man als Objekt wählt. Eine Möglichkeit ist, dass das Objekt über die klassische Konditionierung (siehe den Link oben) mit dem Verstärker verknüpft wird. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass das Objekt zugleich den Verstärker bildet. Dazu habe ich unten eine weitere Skizze angefertigt. Der Vorteil, wenn das Objekt zugleich Verstärker ist, besteht darin, dass man weniger Aufbau hat und gleich loslegen …

Im Alltag bestehen – In den letzten Wochen wurde mir noch einmal deutlich gemacht, dass bei vielen Problemen im Alltag bereits kleine Veränderungen der Halter Erleichterung bringen kann, ohne ein großes Training. Abstand einhalten hilft sehr oft bei Aggressionsverhalten. Ziel von Aggressionsverhalten ist es, einen Störreiz auf Abstand zu halten oder weg zu bekommen. Gibt man dem Hund diesen Abstand, gibt man ihm die Möglichkeit ein Alternativverhalten zu zeigen ohne aggressiv sich zu gebaren. So kann man einen Bogen um ein Mensch-Hund Gespann machen, oder umdrehen, oder sich hinter einen Sichtschutz begeben. Eine Verstärkerliste aus dem Alltag hilft, in verschiedenen Alltagssituationen den Hund für erwünschtes Verhalten angemessen zu verstärken. So mag mein Spitz gerne an Dingen riechen, Buddeln, oder eben etwas Abstand - auch Kraulen findet er toll, sowie mit der Nase meine Hand anzustupsen. Wenn er nun statt andere Hunde anzubellen meine Hand anstupst oder durch …

Trainingsprojekte – Trainingsprojekte beleben die Beziehung zum Hund, bieten dem Hund Abwechslung und geistige Aktivität und es ist schön, gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Schwierig müssen solche Projekte nicht sein. Das Schöne ist, dass alles was wir von unseren Hunden wünschen, die Hunde das schon können, oder aber nie lernen werden. Gerüche unterscheiden, Dinge tragen, neben dem Menschen her gehen, all das kann ein Hund schon; fliegen, rauchen, klettern, das kann ein Hund nicht und wird es auch nicht lernen. Was es also braucht, ist dem Hund verständlich machen, was man von ihm wünscht und auf eine gemeinsame Ebene kommen. Es geht also um Kommunikation. Trainingsprojekte bestehen immer aus zwei Teilen, einem klassich konditionierten und einem operant konditionierten. Je nach Projekt liegt der Fokus mehr auf der klassischen Ebene, oder auf der operanten. Voneinander trennen lassen sich diese Bereiche nie, aber man kann den Fokus festlegen …

Morphologie eines Trainingsprojektes – Manchesmal mag es helfen, sich eine Idee davon zu machen, wie etwas aufgebaut ist, um Schritt für Schritt das Projekt abzuarbeiten. Darum soll es hier gehen. Oft hilfreich, wenn das Trainingsporjekt in den eigentlichen Kernbereich, das Atom, und den umliegenden Bereich eingeteilt wird. Nehmen wir als Beispiel den Abruf. Dieser besteht darin, dass der Hund, der in einer bestimmten Distanz zum Menschen unterwegs ist, auf ein bestimmtes Signal hin auf direktem Wege sich zum Menschen begibt und, dort angekommen, neben dem Menschen stehen bleibt und dort wartet. Das ist der Kernbereich an dem gearbeitet wird zu Beginn. Das Herankommen zum Menschen, das Warten neben dem Menschen. Dabei geht es nicht darum, dass die Geschwindigkeit des Herankommens, oder die Dauer des Wartens eine Rolle spielen. Es geht darum dass der Hund kommt und kurz wartet. Der weitere Bereich dieses Trainingsprojektes besteht aus den drei D's. Das …

Don't Muddle It Up – Hier eine Fortsetzung in der Reihe der Grundlagen - Grundlagen1 und Grundlagen2 Dieser Beitrag hier geht etwas mehr in die Tiefe der Lerntheorie. Unten seht ihr eine Skizze die ich anfertigte. In der Lerntheorie gibt es die Unterteilung Session. Eine Session beinhaltet einen CS und einen US. Als Beispiel nehme ich einen Klickeraufbau. Das Leckerchen ist der unconditional stimulus (US), der braucht kein Lernen damit der Hund sabbert (unconditional response). Wenn wir nun klicken, verküpfen wir den US mit dem Klickgeräusch das dadurch zum CS, conditional stimulus führt. Dieser CS löst beim Hund dann sabbern aus, also eine conditional response. Das Ganze funktioniert auch mit einem Menschen: Der Wind pfeifft (US), die Türe knallt zu (UR). Beim nächsten Mal hört ihr den Wind (CS) und ihr zuckt zusammen (CR). Jede dieser CS-US Gruppe ist ein Trial - in der Skizze werden die Trials gelb dargestellt. Um …

Apraisal Process – Wenn wir mit einem Hund arbeiten, dann führen wir immer auch Reize (Gegenstände, Worte, Verstärker und drgl) ein und arbeiten mit diesen. Wenn wir im Alltag mit dem Hund unterwegs sind, treffen wir auf Reize, auch wir Menschen selbst. Wie ein Hund, und sein Mensch, auf diese Reize reagiert, welche Faktoren dabei eine Rolle spielen: darum geht es in diesem Post. Zusammengedampft sind es folgende Variablen, die beeinflussen wie ein Hund auf Reize reagiert: Ich gehe diese Variablen nun durch und gebe einige Erklärung dazu ab .. Neue Reize die unvermittelt auftauchen und starke emotionale Reaktionen hervorrufen - zB Überraschung oder Schreck - haben eine hohe Wahrscheinlichkeit, beachtet zu werden. Unmittelbarkeit, Bekanntheit, Vorhersagbarkeit und Erfreulichkeit sind die Unter-Variablen dieser Variable. Im Fernsehen sieht man Hundetrainer, die zB den Hund anzischen um ein Verhalten zu unterbrechen. Der Zischlaut ist oft unangenehm für den Hund, unerwartet und neu. Daher …

Wenn zwei Verstärker gleichzeitig am Seil ziehen – Der Hund soll kommen, wenn man ihn ruft und der Hund geht was schnüffeln, wir spielen mit dem Hund und das Telefon klingelt. In unserem Alltag haben wir regelmässig zur gleichen Zeit mehr als ein Verstärker. Die Beziehung zwischen Verhalten was man zeigt und seinen Konsequenzen die folgen nennt sich Contingency . Im Alltag haben wir und unsere Haustiere regelmässig zur gleichen Zeit mehrere davon. Du könntest ein Video ansehen, etwas essen gehen, zum Fenster raus schauen .. oder du kannst diesen Post hier lesen. Jeder dieser Verhalten die du zeigen könntest hat einen Verstärker. Wenn wir von unserem Hund wollen, dass er ein bestimmtes Verhalten zeigt, dann ist es nicht nur wichtig dass wir einen Verstärker haben und der Hund in der Lage ist das Verhalten zu zeigen - einen Baum hochklettern werden wir kaum vom Hund verlangen können -, sondern es ist auch wichtigt die anderen …

Concurrent Contingencies Wenn zwei Verstärker an einem Seil ziehen – In einem anderen Post habe ich erklärt, dass es nicht nur darum geht was für Verstärker wir geben, sondern auch um die Konkurrenz mit anderen Verstärkern - du kannst es hier nachlesen. In diesem Post hier möchte ich etwas tiefer darauf eingehen. Um wissenschaftlich genau zu wissen, was der Auslöser für etwas ist, Kausalität, muss man die Variablen gut kontrollieren können. Das hat man in der Lernforschung auch getan und in Laboren verschiedene Tiere trainiert - berühmt wurde die Skinner Box . Der Nachteil dabei war, dass diese Forschungen kaum darauf eingingen, dass es im Alltag oft zwei oder mehrere Kontingenzen zur gleichen Zeit gibt. Diesem Mangel kam man nach, indem man zwei Verstärkerpläne in die Versuchsanordnung aufnahm. Eine einfache Version ist, wenn man zwei Verstärker gleichzeitig laufen lässt - concurrent schedules. ZB kann man einem Hund alle 10 Sekunden ein Leckerchen geben falls er dann sitzt - fixed …

Positive Affekte – Stellt euch vor, nach zwei Jahren kommt ein Baby-Elefant auf die Welt und sein Verhalten wäre komplett durch seine Gene bestimmt, keine Lernfähigkeit. In der Zeit, in der es bei der Mama im Bauch war, hat sich die Welt aber verändert. Auf diese Veränderung könnte der Baby-Elefant nicht reagieren, denn er ist von seinen Voreinstellungen in den Genen abhängig. Es bräuchte viele Baby-Elefanten, die sich in den Genen unterscheiden, bis endlich ein Baby-Elefant auf die Umwelt gut angepasst wäre. Das würde Mama-Elefant viel Energie kosten, zu viel Energie. Doch dank der Evolution ist der Baby-Elefant lernfähig, seine Gene sind teilweise offen gestaltet, sodass das Verhalten sich noch anpassen kann. Doch das hat einen Nachteil: Baby-Elefant weiss nicht, was essbar ist und was nicht, was gefährlich ist und was nicht, oder wo eine Wasserstelle ist und wo nicht. Baby-Elefant braucht einen Fürsorgegaranten der ihm die Welt erklärt, wo Baby-Elefant sicher und …

Sein Auskommen in der Welt finden Anthropologie, Verhaltens-Evolution und Hundetraining – Hier eine Übersetzung eines Posts, in dem verständlich wird, warum Hunde tun was sie tun und dass sie am Ende des Tages einfach nur ihr Auskommen sichern in diesser Welt. Los geht's .. Übersetzung: Dave Brunner Originaltext: Kristi Benson Als ein Anthropologe wurde mir das Geschenk gegeben 15 Jahre lang mit den Dinjii Zhuh (Gwich'in Menschen) in Aklavik, Fort McPherson, Inuvik und Tsiigehtchic zu arbeiten. Diese vier Gemeinden bilden einen Ring um den gewaltigen Ehdiitat (Mackenzie Delta, wie er meistens genannt wird), bevor der Mackenzie in Inuit Land eintritt und sich in die Beaufort See und den Arktischen Ozean entleert. Die Gwich'in haben den Treaty 11 1921 unterzeichnet und verhandelten das umfangreiche Gwich'in Land Übereinkommen in den 1980er und 1990er Jahren. Es wurde 1992 unterzeichnet. Gwich'in Länder kreuzen ein schönes subarktisches Gebiet in den Nordwest-Territorien. Es gibt Berge im Westen und Süden, und im Osten den borealen Wald und Taiga Gebiete …

Das Hundeleben anreichern – Es gibt da ein Modell, mit dem man das Leben eines Hundes anreichern kann. Es nennt sich scan. Wie in dem Post Making a Living deutlich wird, bestreiten auch Hunde ihr Leben und suchen nach einem Sinn darin, um Dinge zu tun. Als Hundehaltende können wir das Scan-Modell nutzen, um strukturiert das Lebens unserer felligen Begleiter anregender zu gestaltend Scan ist eine Abkürzung und steht für folgende Bereiche …

Unelastische Verhalten – In diesem Post gehe ich auf ein Konzept von Verhalten ein, das Verhalten unterteil in elastisch und unelastisch. Es gibt Verhalten, wie Löcher buddeln oder betteln, die elastisch sind, die der Hund nicht unbedingt ausführen muss, oder der Hund warten kann. Dann gibt es Verhalten, die kaum Aufschub zulassen und die der Hund ausführen muss, um körperlich und im Verhalten gesund zu bleiben: das sind unelastische Verhalten. Es ist Aufgabe des Hundehaltenden, dafür zu sorgen, dass der Hund mindestens diese unelastische Verhalten dem Hund ermöglicht und diese nicht kleinredet. Zu diesen unelastischen Verhalten gehören …

Milieu Training – Muss der Hund Sitz können, also sich hinsetzen auf Kommando? Es gibt ein Post zu Alltags-Signalen auf lequotichien.pw bereits. Hier wird ein anderer Aspekt beleuchtet. respondente Konditionierung trumpht immer operante Konditionierung - oder mehr auf die neuronalen Grundlagen bezogen: die tieferen Strukturen im Gehirn die für Emotion und schnelle Verhaltensantworten führen - so der Hirnstamm und das limbische System - können sich gegen bewusste, willkürliche Verhalten durchsetzen. Wenn ein Hund starke Angst hat, oder sich über etwas sehr freut, dann wird es schwer bis unmöglich, dass er sich auf Signal hinsetzt, oder dass er sich konzentriert. Das ist wichtig zu wissen um den nächsten Teil in diesem Post besser nachvollziehen zu können. Jeder Hund hat einen Alltag in dem er bestehen muss. Desto mehr ein Hund kennt durch seine Erfahrung, das heisst, seine Lerngeschichte (learning history), und desto mehr coping strategies er zur Verfügung hat, umso besser kann er mit seiner Umwelt und den …

Was bringt das? – Dies ist ein weiterer Teil zur Nasenarbeit . Du hast also ein Leckerchen in einen Karton getan und der Hund sucht danach, findet es, zerreisst den Karton und kann das Leckerbissen aufessen. Doch was bringt Nasenarbeit dem Hund? In der Graphik unten sind Schlüsselworte auf die ich eingehen werde .. Geistige Flexibilität Dein Hund muss verschiedene Wege finden ans Ziel zu kommen und er muss verschiedene Wege miteinander kombinieren. Wenn das Objekt der Begierde auf einem Karton in einer Box ist, dann muss er nicht nur auf den Karton kommen, sondern auch die Box öffnen können. Frustrationstoleranz Nicht immer klappt es beim ersten oder zweiten Mal, das erzeugt Frust und Wut. Diesen Frust auszuhalten ohne zu bellen oder knurren, das lernt der Hund bei der Nasenarbeit ganz gut. Nervenstärke Auf der Suche nach dem Objekt der Begierde passiert Unvorhersehbares. Etwas kippt um, etwas macht lärm oder überrascht einen. Diese momentane Aufregung, Stress, und die Beruhigung …

SBO Model Soll ich sitz sagen? – Bringt es einen Mehrwert ob ich Sitz sage und stimmt es, dass Hund nur sein Verhalten mit dem Resultat verbindet? Ein Artikel zu den Grundlagen des Trainings. Wie im Post zu operanter Konditionierung erläutert wird, und wie wir an uns selbst und an den Hunden feststellen können, gibt es eine kausale Verbindung zwischen Verhalten das gezeigt wird und den Konsequenzen die darauf folgen. In der Graphik oben ist das die B-O-Verbindung - Behaviour-Outcome. Nehmen wir als Beispiel ein Hund, der ein Leckerchen bekommt wenn er sich hinsetzt. Er wird sich in Zukunft häufiger hinsetzen, wenn er dafür ein Leckerchen bekommt. Soweit unsere Erfahrung. Doch was passiert, wenn ich nun das Wort Sitz einführe als Signal? In der Graphik oben ist dies die S-O-Verbindung, Stimulus-Outcome. Wird das Wort Sitz mit dem Ergebnis, dem Leckerchen, verbunden und führt zu einer Erwartungshaltung im Hund? Wir können das testen, indem wir dem Hund zwei Signale geben: ein Handzeichen und ein …

Gewebe von Verhalten – In einem anderen Post bin ich darauf eingegangen, dass immer zwei oder mehrere Verstärker um Verhalten buhlen und dass sich die Verhalten verteilen auf die Verstärker die gerade um Verhalten werben - und ausserdem wird in einem Post aufgezeigt, welche Faktoren die Verhaltensantwort auf Reize bestimmen. In diesem Post erweitere ich die Erkenntnisse aus den Posts um ein weiteres Konzept. Nachdem einige Zeit davon ausgegangen wurde, dass Verhalten mit bestimmten Reizen verstärkt werden, den Verstärkern, entdeckte man, dass die Verstärker selbst sehr oft Verhalten sind. Wenn wir unserem Hund den Ball geben wenn er sich hinsetzt, oder die Balkontür öffnen wenn er sich davor stellt, oder neben uns an der Leine wartet bis die Leine abgenommen wird, dann wird der Hund danach mit Verhalten verstärkt: er bekommt den Ball, kann auf den Balkon oder kann frei laufen ohne Leine. Dieses Prinzip wird Premack Prinzip genannt und seine Auswirkungen sind fundamental. Ist man bis zu dieser Erkenntnis davon …

Auf bedrohliche Reize eingehen – Stellt dir vor, ein fremder Hund kommt um die Ecke und dein Hund fühlt sich bedroht, oder ein lauter Knall ertönt und dein Hund erschreckt sich. In diesem Post geht es um die Möglichkeiten, auf solche bedrohlichen Reize zu reagieren. In einem anderen Post bin ich darauf eingegangen, wie Hunde Reize bewerten und welche Variablen eine Rolle spielen Auf bedrohliche Reize kann ein Säugetier, wie der Hund, auf vier Weisen eingehen, kurz die vier F's genannt .. Für die Gesundheit des Hundes und des Umfelds sind weder Freeze noch Fight erwünschenswert. Wünschenswert ist es, dass der Hund die Möglichkeit hat, dem Reiz auszuweichen, zB durch eine 2-3 Meter lange Leine auf dem Spaziergang, oder mit seinem Verhalten den Reiz milde stimmen kann. Diese Webseite hier dient dazu, genau das zu erreichen: ein selbstsicherer Hund der gesschmeidig durch den Alltag kommt und Bewältigungsstrategien kenn ohne zu kämpfen. Mit diesem Thema verwandt ist die Logik der …