3V - der Alltags-Plan
Alltag meistern

In den vorherigen Posts zur Alltagsreife bin ich darauf eingegangen wie man mehr Umweltsignale nehmen und Alltags-Situationen nutzen kann für sein Training und wie erwünschtes Verhalten verstärkt wird und welche Möglichkeiten es gibt mit Verhalten umzugehen.

In diesem Post möchte ich einen Plan vorstellen der helfen soll, gezielter mit dem Hund im Alltag zu arbeiten. Er besteht aus drei V:

tab dog.
Ein Tab Dog!

Vorausschauen

Dies ist am Anfang etwas mühselig, wird aber mit etwas Übung einfacher und Teil des Alltags. Bevor wir mit Hund in eine Situation gehen, ist es hilfreich, sich vorher ein paar Gedanken zu machen ..

Situation + Verhalten
Wenn wir mit Hund in ein Restaurant gehen wollen, dann wäre es zB erwünscht, dass Hund unter dem Tisch oder neben dem Stuhl sich aufhält und die Menschen ungestört vorbei gehen können und Hund nicht gestört wird sondern Ruhe hat.

Wahrscheinlichkeit
Wenn wir zu einer Uhrzeit gehen, wo nicht viele Menschen sind und ein Restaurant aussuchen, dass genügend Raum hat, vlt sogar eine Ecke für Hundehaltende und wir nicht den Platz im Flur nehmen, sondern eine ruhige Ecke, an der Wand entlang wo Hund eine rutschfeste Decke ausgelegt bekommt und einen Napf mit Wasser und was zum kauen, dann ist es wahrscheinlich, dass Hund sich entspannen und ruhig verhalten kann und er ein toller Begleiter ist.

Unwahrscheinlichkeit
Wenn wir im Flur in einem engen Restaurant uns aufhalten, die Menschen dem Hund auf die Pfoten treten und Hund nur auf dem kalten Boden liegen kann oder stehen und an seiner Nase das Essen vorbei wandert, dann ist es unwahrscheinlich dass Hund entspannt und kein Essen klaut.

Möglichkeiten
Hund könnte an Menschen hochstehen, er könnte einen Menschen beissen der ihm auf die Pfoten tritt, er könnte in die Küche abhauen oder auf den Tisch stehen. Ein Restaurant bietet viele Möglichkeiten.

Verstärken

Es ist wichtig, dass wir Hund beobachten und lesen können, dass wir tolles Verhalten erkennen und mit Alltags-Verstärkern fördern können. Dafür ist es wichtig, Zeit zu nehmen und Hund in vielen Situationen zu beoachten und mit Verstärken zu experimentieren und davon eine Liste anzufertigen, sodass wir unseren Hund unterstützen können.

Legt sich Hund auf die rutschfeste Decke und entpsannt? Das ist ein Verstärker in sich und wir können häufiger die rutschfeste Decke auslegen. Riecht er an einem Grashalm wenn ein anderer Hund vorbei kommt? Sehr gut! Das ist besser als den anderen Hund anzubellen. Will er an der Stelle schnüffeln wo ein anderer Hund eben vorbei lief? Wenn er ruhig ist, kann er das; ruhiges Verhalten wird unterstützt!

Verhalten aufbauen

Welche Verhalten können wir aufbauen auf die wir zurück greifen können? Wir können ein Leinensignal (und hier) und es als Abbruch-Signal nutzen. Wir können dem Hund beibringen, auf Signal die Hand anzustupsen und mit der Hand den Hund zu navigieren.

Verhalten, die unerwünschtes Verhalten eher blockieren, sind sehr nützlich: wenn Hund was im Maul trägt, kann er nicht so laut bellen. Verhalten, die auf der gleichen Motivation aufbauen, sind gut geeignet Hund lenken zu können: anstelle der Maus oder den Teppich, kann Hund einen Papierball zerreissen; anstelle an der Leine zu ziehen um zu einem anderen Hund zu kommen, kann Hund lernen an lockerer Leine zu gehen und sich ruhig anderen Hunden anzunähern.

Grundsätzlich haben alternative Verhalten dann eine hohe Wahrscheinlichkeit sich durchzusetzen, wenn..

Wenn wir den Schokoriegel neben dem Sofa liegen haben und die Äpfel im Keller liegen, ist es leichter an den Süsskram zu kommen. Die Wahrscheinlichkeit sich gesund zu ernähren, sinkt